Grüner Ring Staaken

Projektstand: In Umsetzung

Der „Grüne Ring“ ist ein Vorhaben im Fördergebiet Brunsbütteler Damm / Heerstraße und soll zukünftig allen Bewohnern in Spandau Gelegenheiten bieten, sehr unterschiedliche Nutzungsangebote im Freien wahrzunehmen. Auf einer Strecke von knapp sechs Kilometern wird der Grünzug von Staaken bis zu den Rieselfeldern führen und damit mehrere Großsiedlungen in Spandau verbinden.

Quelle Bilder: Wunderlich Stadtentwicklung

In Planung
In Umsetzung
Abgeschlossen

Der Grüne Ring ist als solcher höchstens aus der Vogelperspektive erkennbar. Seine Grünflächen erstrecken sich um die Quartiere auf beiden Seiten der Heerstraße und die Louise-Schröder-Siedlung, sie verbinden diese sowie eine Vielzahl markanter und wertvoller Landschaftsräume miteinander. Im Zusammenhang mit den aktuell laufenden Planungen gingen eine Vielzahl von Wünschen und Anregungen aus der Bewohnerschaft ein: Diese bezogen sich unter anderem auf Sport- und Bewegungsmöglichkeiten, die Konfliktvermeidung zwischen Fuß- und Radverkehr sowie Stadtmöbel und Entsorgungsmöglichkeiten für Müll. Aber auch der Bedarf an einem übergreifenden System aus Wegweisern, Infotafeln und weiteren Elementen (Leitsystem) wurde zum Ausdruck gebracht. Hierzu wurde nun nach entsprechender Beteiligung von Anwohnenden und intensiver Mitarbeit der Fachämter im Bezirksamt ein Konzept erarbeitet. Das Leitsystem soll nun möglichst schrittweise in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Hierfür sollen entsprechende Fördermittel bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung beantragt werden.

Quelle: minigram / polyform
Quelle: Wunderlich Stadtentwicklung

Entwicklung eines Leitsystems

Eine Strecke, die insgesamt 5,7 km lang ist, die aus verschiedenen Teilabschnitten besteht und an vielen Punkten von Straßen unterbrochen wird, muss als solche überhaupt erst einmal erkennbar gemacht werden. Das Aufstellen von Wegweisern und Informationstafeln allein reicht nicht aus, um den Grünen Ring als Gesamteinheit erkennbar – und vor allem erlebbar zu machen. Daher wurden Kommunikationsdesigner damit beauftragt, ein Konzept für ein Informations- und Wegeleitsystem zu erarbeiten. Dazu gehörte, die vorhandenen Wegestrukturen und Orte entlang des Grünen Rings zu erfassen, die in ihrer Vielfalt die sehr bunte Bevölkerungsstruktur in den angrenzenden Siedlungen und Wohnquartieren widerspiegeln.

Um die Wünsche und Bedürfnisse der Anwohnenden aufzufangen, wurden verschiedene Beteiligungsformate durchgeführt. Ein besonderes Augenmerk bei der Konzeption des Leitsystems liegt darüber hinaus auf der Zugänglichkeit für alle. Die einzelnen Elemente wie Schautafeln, Wegweiser und Kennzeichnungen müssen barrierearm und leicht verständlich für alle Altersgruppen, Menschen mit wenig deutscher Sprachkenntnis und Sehbehinderte gestaltet werden. Das Leitsystem an sich ist damit ein dauerhaftes Beteiligungsformat, da es den Menschen ihr Umfeld erlebbar macht.

Bürgerbeteiligungsverfahren

Die Einbeziehung von Anwohnenden und lokalen Akteuren ist fester Bestandteil des Auftrags zur Konzeption des Informations- und Wegeleitsystems für den Grünen Ring. Das Leitsystem muss sich nicht nur optisch in das Wohnumfeld und den Naturraum einfügen, Wissen vermitteln und bei der Orientierung helfen. Es muss von denjenigen, die es künftig nutzen, auch angenommen werden – es darf kein künstlich aufgesetzter Fremdkörper sein. In Kooperation mit dem Quartiersmanagement Heerstraße Nord fand eine Reihe von digitalen Austauschrunden mit Einrichtungen und Akteuren statt. Sowohl mit ihrer fachlichen Expertise als auch in ihrer Funktion als Multiplikator konnten diese wertvolle Aussagen zu den Anforderungen an das Leitsystem treffen. Darüber hinaus konnten sich Anwohnende bei Vor-Ort-Gesprächen, einer Postkartenaktion und einer Beteiligung auf mein.berlin.de hinsichtlich ihrer persönlichen Aktivitäten, Wünsche und Anregungen für den Grünen Ring einbringen.

Wichtig war den Beteiligten, dass sie sich im Leitsystem zu Hause fühlen können, dass nichts Künstliches erschaffen wird. Denn eins wurde im Rahmen der Gespräche und des Feedbacks besonders deutlich: Auch trotz verschiedener Kritikpunkte, vor allem zu Vandalismus und Sicherheitsempfinden im öffentlichen Raum, nehmen die Menschen entlang des Grünen Rings ihre Nachbarschaft grundsätzlich positiv wahr und leben dort gerne! Schließlich galt es, im Sommer auf dem Stadtteilfest Heerstraße Nord die Festteilnehmer darüber abstimmen zu lassen, wie das Kind letztendlich heißen soll – „Grüner Ring Spandau“ oder „Grüner Ring Staaken“. Dabei konnten kleine grüne Plastikringe in die entsprechende Box gesteckt werden. Das Ergebnis: 71% sprachen sich für Staaken aus.

Quelle: Wunderlich Stadtentwicklung
Quelle: Wunderlich Stadtentwicklung
Grüner Ring Staaken / Thema: Grünanlagen & Umwelt

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Projektstand:
In Umsetzung

Zuständige Abteilung:
Bezirksamt Spandau, Abt. Bauen, Planen, Umwelt und Naturschutz, Straßen- und Grünflächenamt