Altes Krankenhaus Staaken
(Metropolitan Park)

Umsetzungsstand: In Bau

Am äußersten Rand des Bezirks entsteht etwas Neues: das Gelände des ehemaligen Krankenhauses Staaken wird zu einem attraktiven Wohnquartier entwickelt. Unter dem Projekttitel
„The Metropolitan Park“ erfolgt die Umnutzung der Gebäude, die Veränderung durchaus
gewohnt sind. 

In Planung
In Bau
Abgeschlossen

Einst gehörte das Areal zum Flugplatz Staaken, Mitte der 1930er Jahre erfolgte die Umnutzung zu militärischen Zwecken. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Gelände als Standort des Krankenhauses Staaken, bis auch diese Funktion vor rund 20 Jahren aufgegeben wurde. Es folgte eine Zeit des Stillstands, die Gebäude waren Vegetation und Vandalismus schutzlos ausgesetzt – bis zum Jahr 2018, als die Sanierung erster Wohnungen begann.

Zeppelinhalle, Quelle: Archiv Baltuttis Flugplatz 08
Altes Krankenhaus Staaken, Quelle: Archiv Bauamt Nauen Krankenhaus_Staaken_19980426048

Die Geschichte des Areals beginnt im Jahr 1915, als das kurz zuvor durch russische Zwangsarbeiter trockengelegte und vorher sumpfige Gebiet von der „Luftschiffbau Zeppelin AG“ erworben wurde. Schon ein Jahr später entstand eine Werft für Luftschiffe und Flugzeuge, 1918 wurden bereits 12 Zeppeline produziert, womit Staaken internationale Bekanntheit erlangte. Als der Bau von Luftschiffen nach dem Ersten Weltkrieg in Deutschland verboten wurde, verlor Staaken als Produktionsstandort an Bedeutung. Dies änderte sich Mitte der 1920er Jahre, als die Werftanlagen an die Deutsche Lufthansa AG übergingen und das damals modernste Wartungszentrum der deutschen Luftfahrt  entstand. Ab 1936 unterstand der Fliegerhorst der Luftwaffe und wurde zu einem bedeutenden Stützpunkt ausgebaut. In diesem Zusammenhang entsanden auf dem Gelände umfangreiche Kasernenbauten, die nun zu Wohnraum umgenutzt und durch Neubauten ergänzt werden.

Nach dem Krieg wiesen die Gebäude eher geringe Beschädigungen auf, da sich die Bombardierungen vornehmlich auf das Flugfeld konzentrierten. Das Gebiet wurde 1945 von den sowjetischen Streitkräften besetzt und diente kurzzeitig der Finanzhochschule der DDR. 1958 zog eine Außenstelle des Kreiskrankenhaus Nauens in die Gebäude ein, was mit umfangreichen Umbauarbeiten verbunden war. Diese hielt sich rund 40 Jahre am Standort, bevor 1998 die gebündelte Neuerrichtung des Krankenhauses in Nauen erfolgte. Es sollte knapp 18 Jahre lang dauern, bis Stillstand und Verfall des Areals gestoppt wurden und die Prinz von Preussen Grundbesitz AG das Gelände 2016 zum Zwecke des Wohnungsbaus erwarb.

 

Seit Ende 2019 sind die ersten Wohnungen im „Metropolitan Park“ bezugsfertig. In einem ersten Bauabschnitt entstanden 48 Wohnungen auf drei Etagen im denkmalgeschützten Teil der Klinik, anschließend folgten weitere 50 Wohnungen. Mittlerweile sind rund 125 Wohnungen fertiggestellt worden. Weitere  Wohnungen – insgesamt sind rund 220 Wohnungen in denkmalgeschützten Gebäuden und 200 Wohnungen in Neubauten geplant – sollen nach jetzigem Stand Ende 2022 fertig gestellt sein. Zudem werden drei weitere Gebäudekomplexe durch die Projektentwickler Enviro1 und 2AImmo zu Wohnraum umgenutzt. Zusätzlich ensteht in einem der denkmalgeschützten Gebäude die „Freie Walddorfschule St. Georg“.

Parallel zur Prinz von Preußen AG entwickelt und realisiert die Kondor Wessels Wohnen Berlin unter dem Projekttitel “Grüne Freiheit” am Standort weitere 428  1- bis 5-Zimmer-Neubauwohnungen, 50 % davon barrierefrei. Weiterhin werden zwei Tiefgaragen mit einer ausreichenden Anzahl an Stellplätzen errichtet. Die Freianlagengestaltung integriert sowohl Garten- als auch Spielbereiche. Besonderes Augenmerk wurde im Rahmen der Planung darauf gerichtet, dass sich die Neubauten harmonisch in das gewachsene Gebiet einfügen. Der Baubeginn soll 2022 erfolgen. Die Fertigstellung aller drei Bauabschnitte ist – je nach Baufortschritt- zwischen 2024 und Ende 2025 / Anfang 2026 geplant.

Beteiligung zum Bebauungsplan 5 – 91 ,,ehemaliges Kankenhaus  Staaken”

Ziele / Zweck: Festsetzung von allgemeinen Wohngebieten und einem Mischgebiet, von öffentlichen und privaten Verkehrsflächen und öffentlichen und privaten Grünflächen

Vom 22. März 2021 bis einschließlich 21. April 2021 besteht die Möglichkeit, sich an der Planung zu beteiligen. Während der Auslegefrist können Stellungnahmen abgegeben werden. Diese sind in die anschließende Abwägung der öffentlichen und privaten Belange gegeneinander und untereinander einzubeziehen.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit eine Stellungnahme abzugeben erhalten Sie hier:

 

Geschützgießerei Spandau / Thema: Wohnungs- und Gewerbebau

Daten & Fakten

Umsetzungsstand:
in Bau

Bauherr:
PRINZ VON PREUSSEN Grundbesitz AG                                       
Kondor Wessels Wohnen Berlin

Zuständige Abteilung:
Bezirksamt Spandau, Abt. Bauen, Planen und Gesundheit, Stadtentwicklungsamt